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Beziehungskiste
Perfekte Kindheit?! – Wenn man nie genug ist
Wenn Leistung zum Maßstab wird: Traumatherapeutin Verena König über Perfektionismus, Selbstwert und das Gefühl, nie gut genug zu sein.
Perfektionismus kann antreiben – oder innerlich unter Druck setzen. Besonders dann, wenn man mit hohen Erwartungen groß geworden ist und früh gelernt hat: »Ich muss leisten, um gut genug zu sein.« Doch was passiert, wenn aus dem Wunsch, es richtig zu machen, ein ständiges Müssen wird? Traumatherapeutin Verena König spricht über die Schattenseiten perfekter Kindheit, über Leistungsdruck in Familien – und darüber, wie Selbstwert entstehen kann, der nicht an Bedingungen geknüpft ist.
Gast: Verena König
Moderation: Anja Wildemann
Buchtipp: »Bin ich traumatisiert?«. Von Verena König. Knaur.Leben, 2023.
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Oft spüren Eltern einen unbeschreiblichen Druck, was die »Performance« als gute Mutter oder guten Vater angeht. Eltern wollen alles richtig machen, weil sie ihre Kinder lieben und ihnen das Allerbeste wünschen. Doch diese eigentlich gute Absicht kann zu sehr anstrengendem Eltern-Perfektionismus führen, der Kindern dann überhaupt nicht guttut. Der Kinderarzt und Psychotherapeut Donald Winnicot entwickelte bereits in den 1950ern den Ansatz des »good enough parenting«, des »ausreichend guten Elternseins«. Dr. Nicole Wilhelm ist überzeugt: Wir alle tun unser Bestes. Wenn wir gegen uns oder andere vorgehen, dann weil wir es noch nicht besser können – doch wir können es lernen.

